Blog ueber mein Infojahr in Boca Raton USA; Stefan Volz; Volz; Boca Raton; Boca; USA; Siemens; Infojahr

Tuesday, May 30, 2006

Orlando

Endlich mal wieder ein langes Wochenende, Montag war ja hier in den USA frei: Memorial Day. Des wegen gab es diesmal was Besonderes: einen Trip nach Orlando zum Dirk. Samstag in der Frueh bin ich dann mit Katharina von Boca nach Orlando gefahren was so gut 3h gedauert hat. Auto fahren ist hier ja wirklich lustig: Tempomat rein und ab geht’s schnurgerade nach Norden... Bei Dirk angekommen haben wir dann noch ein paar Abschlaege auf der Driving Range probiert, was wirklich lustig war. Danach ging’s zur Abkuehlung noch in den Pool und dann ordentlich Barbecue. Hmm, Burger... danach sind wir noch ein bisschen in Downtown Orlando weggegangen. Oh mann, die Amis gehen ja ab. Wenn die feiern, dann aber richtig.

Sonntags haben wir dann den Universal Studios Themenpark besucht. Hier haben wir dann viele Shows, 3D Kinos, Fahrgeschaefte usw besucht. Lohnt sich wirklich, aber nach knapp 12h Dauerunterhaltung ist man schon ein wenig geschafft.

Am Sonntag sind wir dann ins Kennedy Space Center (KSC) gefahren. Zur Zeit befindet sich sogar ein Space Shuttle an einer Abschussrampe da es Anfang Juli zur ISS aufbrechen wird. Leider kommt man an das Shuttle nicht wirklich nah heran. Ansonsten konnte man hier viel ueber das amerikanische Raumfahrtprogramm erfahren, mit vielen Ausstellungstuecken, Filmen, etc. Das KSC befindet sich in einem grossen Nationalpark, deswegen sah man ab und zu auch ein paar Alligatoren.

War bestimmt nicht der letzte Trip nach Orlando!

Tuesday, May 23, 2006

Miami – Miami Beach

Am Sonntag sind dann Katharina, eine Siemens Praktikantin hier in Boca, und ich nach Miami gefahren. Von Boca ist das knapp ne Stunde, je nach Verkehr. In Miami Beach haben wir dann ne Sightseeing-tour gemacht mit „duck tours“. Das witzige hieran war nicht nur die umwerfende Reisefuehrerin mit ihrer unglaublichen Peruecke, Disco Diva, sondern das man die Tour auf einem Amphibienfahrzeug gemacht hat. So sind wir im Miami Hafen herumgeschippert und die unglaublichen Villen auf Star Island angeschaut. Hervorzuheben war hier die Villa von Shaquille O’Neal mit ner kleinen Shaq-Figur auf seiner Yacht-anlegestelle, die Originalvilla von Miami Vice, usw. Auf Star Island kostet keine Villa unter 20 Mio. $, dafuer hat man dann so illustre Nachbarn wie Arnold Schwarzenegger, Madonna, Julio Eglesias, Liz Taylor, Julia Roberts, etc. Tja, da muss der Siemens noch ein bisschen drauflegen bis ich dort einziehen kann... Danach ging es noch ueber den Ocean Drive, vorbei an der Versace Villa auf die Linton Avenue. Die ist besonders zu empfehlen wenn man gut essen gehen will. Ansonsten ist Miami am Abend wirklich ein Erlebnis.

Golfen

Letzten Samstag hat mich mein Chef zum golfen mitgenommen. Fuer mich das erste Mal ueberhaupt. Minigolf zaehlt da nicht... So, wir erstmal auf die Driving Range und ich meine ersten Baelle weggedroschen, und hey, dass klappt sogar! Hab mit nem 7’er Eisen sogar knapp 150 yards geschafft. Danach haben wir dann gleich ne Runde auf nem 18 Loch-Platz gespielt. Hab zwar drei Baelle im Wasser versenkt und einige Loecher in den Platz geschlagen, trozdem lief es ganz gut. Zum Schluss hab ich sogar ein Paar und einen Boogie gespielt, juhuu! War eine witzige Erfahrung, und vielleicht fang ich hier wirklich zum spielen an.

Monday, May 22, 2006

Key West und Kanu fahren

Letztes Wochenende hab ich noch Besuch von Dirk (er ist im selben Infojahrgang wie ich) aus Orlando bekommen. Zusammen mit ihm, Tobi und Doerte und Daniel aus Atlanta sind wir dann Samstags nach Key West gefahren. Am Bahia Honda Beach Park haben wir dann laenger Rast gemacht. Erst ein bisschen sonnen und dann haben wir an ner Schnorcheltour mitgemacht. Mit nem Schiff sind wir auf ein kleines Riff rausgefahren. War wirklich beeindruckend. Leider hab ich keine Haie gesehen, dafuer gabs viele bunte Fische (Papageienfische, etc.), Baracudas und zwei 2-meter lange thunfischaehnliche Viecher die wirklich was hergemacht haben. Anschliessend sind wir dann nach Key West weitergefahren und haben nen wirklich tollen Sonnenuntergang miterlebt. Wirklich ein ziemlich verruecktes und buntes Staedtchen. Liegt wahrscheinlich auch an dem starken kubanischen Einfluss. Kuba ist ja nur 90 Meilen weg. Des wegen stehen auch am Strand ne riesige Abhoeranlage (wie gesagt, big brother is listening).


Tag’s darauf sind wir dann nach Jupiter (bei Palm Beach) gefahren um ne Kanu Tour zu machen. War wirklich ein tolles Erlebnis mit nem Kanu durch nen Urwald zu schippern und ab und zu mal nen Schildkroete zu sehen. Gott sei dank gab’s fuer uns keine Alligatoren. Weil richtig breit war unser Fluesschen nicht wirklich. Zum Abschluss gab’s noch ein wenig Aufregung als ich Dirks Kofferraumtuer zugeschmissen hab: Leider hat er nicht das ganze Auto aufgesperrt sondern nur den Kofferraum und darin lagen natuerlich auch die Autoschluessel. Also, ADAC angerufen und 20 Minuten spaeter kam gleich Jemand vom Ami-Automobilclub der uns das Auto geoeffnet hat.

Mc Donalds Armed Forces Air & Sea Show

So was gibt’s auch nur in Amerika: McDonalds veranstaltete zu Ehren des US-Militaers eine riesen Flugshow am Strand von Fort Lauderdale. Tobi und ich sind da gleich in der Frueh hingefahren, und gut 300.000 Andere haben sich uns da gleichmal angeschlossen. So sassen wir dann ziemlich eingeengt am Strand und haben uns tieffliegende Jets, ne Strandstuermung der Marines, Kunstflieger, Helikopter-manoever, etc. angeschaut. Wirklich beeindruckend wenn ein paar hundert Meter ueber Einem 4 F-16 Kampfjets in Formation fliegen, und dazu droehnt aus den Lautsprechern die original Top-Gun Musik. Spaetestens hier wusste ich, ich bin in den USA.

Die ersten Tage in den USA

Die neue Welt. Endlich in den USA. Nach knapp 11 Stunden Flug ging es erstmal zum Immigrationoffice. Jetzt wird’s interessant. Da nicht mehr genug Zeit war das ich mir nen neuen Reisepass besorgen konnte, stand ich jetzt da mit meinem syrischen, saudischen Visum in der „legal alien“ - Schlange. Tja was soll man sagen, den Officer am Schalter hat das gar nicht interessiert. Da ich ja in Berlin schon mit meinem Reisepass in dem amerikanischen Konsulat vorsprechen musste, waere wohl da schon was passiert. Oder schon vorher, big brother is watching you (jeder der mal im Projekt Syrien gearbeitet weiss das J). Die ganze Aufregung umsonst. So, raus aus dem Flughafen, und ab per Mietwagen von Miami gleich nach Boca Raton. Die Ankunft war natuerlich so wie man sich das vorstellt: gute 30 Grad, strahlendblauer Himmel und ziemlich schwuel à hey, ich bin jetzt in Florida! Im Hotel kurz eingecheckt und gleich noch kurz an den Strand. Schon witzig wenn man das Meer nur vom Urlaub her kennt, und jetzt hat man es jeden Tag vor der Haustuer.

In der Arbeit hatte ich auch nen guten Start. Alle Kollegen sind wirklich sehr nett und hilfsbereit. Sehr vom Vorteil ist das in der neuen Abteilung schon ein Informand aus dem letztjaehrigen Oktoberjahrgang ist der mir hilft die ersten Huerden zu meistern. Dadurch krieg ich dann auch gleich privat gut Anschluss.

Um das US-Visum zu kriegen musste man ja auch nicht gerade wenige Formulare ausfuellen, aber hey das geht hier gleich mal munter weiter: Antrag Social Security Number, Formular W4, usw. ... unglaublich, die Amis haben wirklich fast genausoviel Buerokratie wie wir in Deutschland, wenn nicht noch mehr. Bin schon gespannt auf meine Fuehrerscheinpruefung hier in Florida. Den sollte man hier nach ein paar Monaten mal machen, sonst gibt’s Aerger mit den Cops.

Die ersten Wochen hab ich dann in Hotels verbracht und dann noch ein paar Tage beim Tobi (der andere Informand, die Red.). War ziemlich schwierig ne Wohnung zu finden, aber hab jetzt schliesslich eine gefunden. 2 Schlafzimmer, 2 Baeder, nette 80’er Jahre Einrichtung und beim Komplex gibt’s noch nen Pool und Tennisplaetze. Es lebt sich also ganz gut. Bin also auch gut auf Besuch vorbereitet... J

Ein kurzer Nachtrag ueber das Infojahrvorberitungsseminar in Berlin

Tja, was gibt es ueber die Berlinphase zu sagen. Es waren wirklich vier anstrengende Wochen mit wenig Schlaf, viel Spass und ner wirklich aufregenden Stadt als Untermalung. Nur der Unterricht in der KS Berlin hat ein wenig gestoert, aber egal, das gehoert wohl dazu. Neben extrem „Internetrecherche“ (Seminar Controlling im Projektgeschaeft à Tip: www.beer.com -> virtual bar tender 2), extrem im Kreis klatschen (Kreativitaetstraining) gab es auch ganz vernuenftige Kurse wie das interkulturelle Training fuer die USA („keep your clothes on“). Siemens macht aus der Phase leider mehr ne Fortsetzung der Schulphasen aus der Ausbildung als ein Programm fuer Nachwuchskraefte. Trotzdem wurde aber das Ziel dieser Phase erreicht, naemlich der Aufbau von einem Netzwerk innerhalb der Informanden. Das war auch nicht so schwer da wirklich Alle sehr nett waren und wir daher viel Spass hatten.